//4 Grundprinzipien der Golftechnik

4 Grundprinzipien der Golftechnik

Wenn die Umsetzung von neuen Erkenntnissen und Tricks nicht funktioniert ist mein Tipp: go back to the basics – folgen Sie den wichtigsten Grundprinzipien, um Ihre Technik zu verbessern.

Viele Golfer lesen begeistert die neuesten Tricks für einen perfekten Golfschwung und versuchen diese in ihr Spiel zu integrieren. Wenn einer  nicht funktioniert, wird auch schon bald der nächste in Angriff genommen, allerdings ohne jegliches System. Wenngleich die Tipps der Profis wertvoll und richtig sind, warum können sie oftmals nicht konstant umgesetzt werden?

Ein Golfschwung kann erst dann erfolgreich angepasst werden, wenn einige Grundprinzipien richtig umgesetzt werden. Da der Golfschwung insgesamt  nicht sehr intuitiv ist, passiert es leicht, dass man sich falsche Bewegungsmuster angewöhnt. Neue Ideen in einen nicht stabilen und ausbalancierten Golfschwung zu integrieren ist daher meistens zum Scheitern verurteilt.

Die 4 Basics der Golf-Technik

Aber was sind die Grundbewegungsmuster des Golfschwungs? Hier ist eine Lister der für mich wichtigsten Grundsätze. Vielleicht werden Sie anderer Meinung sein, aber für meine Schüler hat sich die kontinuierliche Arbeit an diesen Grundsätzen ausgezahlt.

  1. Feststehende Kopfposition

Die Kopfposition sollte im Gegensatz zum Körper still sein, allerdings ohne zu verkrampfen oder übermäßig viel Krafteinsatz sondern  eher abgekoppelt vom Rest des Körpers. Beobachten Sie zum Beispiel einen Vogel der auf einem Ast sitzt, sehen Sie, dass sich der Kopf losgelöst vom Körper stabil hält. So wird sein Sichtfeld nicht gestört und er kann seine Augen in der gleichen Position halten während der Körper sich sanft mit den Schwingungen des Astes in perfekter Balance mitbewegt.

  1. Einhalten des Körperwinkels

Ein wichtiger Unterschied zwischen den Pros und Amateuren ist die Fähigkeit, den Körperwinkel der Ansprechposition während des gesamten Schwungs einzuhalten. Das Problem des „Aufstehens“ während des Schwungs ist allgemein bekannt und kann zu einer Reihe von Problemen während des Schlages führen. Ursachen für diese Ausgleichsbewegung sind zahlreich. In kommenden Beiträgen gehe ich auf einige Punkte ein.

  1. Lineare Bewegung des Körperschwerpunktes von einem zum anderen Fuß

Die lineare Bewegung des Körperschwerpunktes ist ein ganz entscheidender Faktor, der dazu dient den Radius des Rück- und Durchschwungs zu vergrößern, ohne den Rücken oder die Gelenke zu stark zu belasten. Verlagert man den Körperschwerpunkt nicht, so muss die Bewegung ausschließlich über den unteren Rücken und die Beine erfolgen, was zur Störung der Balance führt. Verlegt man jedoch den Schwerpunkt, so bleiben die Beine insgesamt stabiler und der Rücken bleibt elastischer. Auch hierzu möchte ich Ihnen in Kürze ein Video bereitstellen.

  1. Stabiler Unterkörper und parallele Knie

Ähnlich wie bei der Erhaltung der Kopfposition, sollte auch der Unterkörper nicht verkrampft und mit viel Kraftaufwand in einer Position gehalten werden. Es geht darum, dass die Knie parallel zueinander stehen während der Körperschwerpunkt auf dieser Linie zuerst auf den hinteren und dann auf den vorderen Fuß verlagert wird. Ganz wichtig: das hintere Knie darf nicht nach hinten wegkippen und das vordere Knie sollte leicht nach innen zum Ball gedreht werden. Dieser Grundsatz wird sehr kontrovers diskutiert, da diese Position sehr schwer zu erreichen ist. Allerdings hat die Erfahrung mit vielen meiner Schüler gezeigt, dass der Schlag konstanter und gerader wird je näher man der gewünschten Position kommt.

Wenn man diese vier Prinzipien einhält, ergeben sich viele andere Aspekte des Golfschwungs – z.B. Schlägerbewegung, Schlägerfläche etc. – ganz von selbst. Mein Ziel ist es, durch den richtigen Einsatz der Körperbewegung, langsam und stetig den Golfschwung zu verbessern und dadurch auch Verletzungsrisiken zu mindern.

Das Geheimnis des Erfolges liegt darin, sich in den Veränderungsprozess zu verlieben, anstatt nur auf das vermeintlich perfekte Ergebnis zu schauen.

Mein Ratschlag lautet: lassen Sie sich nicht von allzu vielen neuen und spannenden Ideen begeistern – sie behandeln oft lediglich Symptome und setzen nicht bei der eigentlichen Ursache an. Fokussieren Sie sich auf die vier Prinzipien und der Rest des Schwungs wird sich über die Zeit von ganz alleine positiv entwickeln.

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2017-12-13T10:56:48+00:00